Das Projekt wird seit 2003 maßgeblich durch die EU, die Förderlinie INTERREG, das Land Brandenburg (MBJS) und das Deutsch-Polnische Jugendwerk (DPJW) gefördert.
Kontaktaufbau

Die regelmäßig stattfindenden Begegnungen zwischen den Partnergruppen befördern maßgeblich die Entwicklung von langfristigen Kontakten zwischen den deutschen und polnischen Kindern. Es entstehen Verbindungen mit kameradschaftlichem Charakter oder gar Freundschaften, die zur Folge haben, dass gegenseitige Toleranz und Akzeptanz gegenüber den Nachbarn im schulischen und außerschulischen Umfeld befördert werden.
Je häufiger sich die Kinder begegnen, um so mehr gewinnen sie an Sicherheit im Umgang miteinander. Auch fördern die Begegnungen deutlich die Sprachlernmotivation. Pro Schuljahr werden i.R. 2-4 eintägige Begegnungen und 1 mehrtägige Begegnung durchgeführt.
Abbau von Vorurteilen und gegenseitiger Gleichgültigkeit
Vornehmliches Ziel ist es, das Interesse am Nachbarn und seinen Menschen zu wecken. Die gängigen stereotypen Vorstellungen, mit denen die Kinder im Alltag konfrontiert werden, sollen differenziert werden.
Die Kinder haben vor der ersten Begegnung im Normalfall keine konkreten Kenntnisse über das Nachbarland. Insbesondere auf deutscher Seite sind die Kinder verstärkt mit negativen Einstellungen gegenüber den Nachbarn konfrontiert. Durch die Erfahrungen im Projekt lernen die Kinder Vorurteile als solche zu erkennen, sie lernen, sich mit diesen auseinander zu setzen und entwickeln die Fähigkeit Gegenpositionen zu vertreten. Dabei ist das Gefühl der Gruppenzugehörigkeit mit den anderen Kindern der Arbeitsgemeinschaft von wichtiger Bedeutung.
Vermittlung von Sprachkenntnissen
Durch die Begegnung mit der Nachbarsprache soll den Kindern bewusst werden, dass die andere Sprache gleichberechtigt ist. Es werden Basiskenntnisse vermittelt, die auf einer weiterführenden Schule ausgebaut werden können.
Im Rahmen der Projektarbeit entwickeln die Kinder Strategien für den Erwerb von Fremdsprachen, die ihnen auch beim Erwerb weiterer Sprachen zugute kommen können. Der frühe Spracherwerb ist nicht zuletzt eine reale persönliche Chance und ein entscheidender Faktor für die Entwicklung späterer beruflicher Perspektiven. Unter fachkundiger Anleitung lernen die Kinder sehr schnell, sich in der Kommunikation mit den Nachbarkindern sicher zu fühlen.
Informationen über Land und Leute jenseits der Grenze
Es werden gemeinsam auf traditionelle Weise die im jeweiligen Land üblichen Feste gefeiert, typische Spiele gespielt, beliebte Kinderbücher gelesen, Märchen, Sagen und Legenden erzählt, sowie Lieder gesungen. In Ausflügen wird die Grenzregion erkundet. Denkmäler des vergangenen Krieges, die deutschen und polnischen Namen der Ortschaften geben Anlass, mit den Kindern über die Geschichte dieser spezifischen Region zu sprechen und über die Ursachen aktueller Probleme im grenznahen Zusammenleben nachzudenken.