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Muttersprachlicher Unterricht für Schülerinnen und Schüler mit Migrationshintergrund

Im Auftrag des Ministeriums für Bildung, Jugend und Sport des Landes Brandenburg sind die RAA Brandenburg mit der Koordination von muttersprachlichem Unterricht im gesamten Bundesland betraut.

Das in der entsprechenden Eingliederungsverordnung (kurz EinglV) verankerte Förderangebot unterstützt die ganzheitliche Sprachentwicklung der Schüler/innen im Hinblick auf eine gelingende soziale und insbesondere schulische Integration. Denn die Förderung der Mutter- und somit Erstsprache in der Kindheit der Schüler/innen dient einerseits der fundamentalen Entwicklung sprachübergreifender Kenntnisse, die auch zum umfangreichen Erlernen der Zweit- und Bildungssprache Deutsch sowie weiterer Fremdsprachen unerlässlich sind. Andererseits wird die auch sprachabhängige Identitätskonstruktion der Schüler/innen in ihrem interkulturellen Lebenskontext unterstützt.  

Der freiwillige Zusatzunterricht richtet sich grundsätzlich an alle Schülerinnen und Schüler mit Migrationshintergrund im Land Brandenburg. Der Unterricht wird ab einer Gruppengröße von mindestens 12 Schüler/innen der gleichen Muttersprache gefördert. Er findet für maximal 4 Unterrichtsstunden (à 45 Minuten) pro Woche nach den regulären Unterricht statt und wird idealtypisch direkt an einem Schulstandort durchgeführt. Um im Flächenland Brandenburg möglichst viele Schüler/innen mit dem Angebot erreichen zu können, ist auch stufen- und schulübergreifender Unterricht durchführbar. Am Ende jedes Schuljahres wird eine zweisprachige Teilnahmebestätigung (auf Deutsch und in der jeweiligen Muttersprache) ausgestellt. Dieser Nachweis kann sich auch positiv auf die weiteren Bildungs- und Berufschancen der Schülerinnen und Schüler auswirken.

Aktuelle Standorte:

Die Lehrkräfte sind selbst Migrant/innen der ersten und vereinzelt zweiten Generation und verfügen über pädagogische Fachkenntnisse. Die Qualität ihrer Lehre wird insbesondere durch Möglichkeiten zum fachlichen Austausch, vielseitige Fortbildungsangebote sowie bereitgestellte Fachliteratur (zur Didaktik sowie konkrete Unterrichtsmaterialien) unterstützt.

Primäre Zielsetzung des angebotenen Muttersprachunterrichts ist natürlich das Erlernen bzw. die Festigung der Sprachkenntnisse in der Herkunftssprache der Familien. So wird auch eine wertschätzende Einstellung gegenüber dieser Muttersprache gefördert und die Bedeutung von Zweisprachigkeit als persönliche sowie berufsrelevante Ressource vermittelt. Außerdem wird die konstante Auseinandersetzung mit der eigenen soziokulturellen Prägung und dem diesbezüglichen Familienleben durch die Muttersprachlehrkräfte angeregt und in Beziehung zum Leben in Deutschland gesetzt. Folglich bietet der Unterricht neben der rein sprachbezogenen Förderung auch weiterführende Unterstützung im Hinblick auf eine ganzheitliche Teilhabe der SchülerInnen in ihrer heterogenen Lebenswelt.

Die methodisch-didaktische und inhaltliche Ausgestaltung des muttersprachlichen Unterrichts wird von den Lehrkräften altersgerecht und entsprechend des Sprachniveaus der Schüler/innen gestaltet. Derzeit wird muttersprachlicher Unterricht in folgenden Sprachen angeboten:

  • Arabisch
  • Persisch
  • Polnisch
  • Russisch
  • Vietnamesisch

Hier finden Sie eine Standortübersicht mit den jeweiligen Sprachen.

  
Kontakt Muttersprachlicher Unterricht
Muttersprachlicher Unterricht für Kinder und Jugendliche mit Migrationshintergrund

RAA Brandenburg
Demokratie und Integration Brandenburg e.V.

Lena Fleck

Projektleitung

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