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Habari ya Zanzibar 2011 – Neuigkeiten aus Sansibar 2011

Zu unserer Projektpräsentation laden wir alle Freundes des Projektes und Interessierte ganz herzlich ein.

Sonnabend, 15. Oktober 2011 von 14 bis 18 Uhr
Bürgerhaus am Schlaatz, Schilfhof 28, 14478 Potsdam

In diesem Jahr berichten wir über die weitere Ausrüstung unserer Partnerschulen mit Labors für den naturwissenschaftlichen Unterricht, über Erfahrungen beim gemeinsamen unterrichten in Mathematik und Physik sowie darüber, was Mitglieder der EWALA-Schülerfirma über die Herkunft des Brandenburger Partnerkaffees in Südtansania in Erfahrung bringen konnten und darüber, was den Bauern in Mbinga der faire Handel bringt.

Wir erwarten Gäste aus Sansibar, Khalfan Mwita Lehrer aus Chukwani und zwei Jugendliche sowie Hassan Mitawi, Generaldirektor Rundfunk und Fernsehen.
Vorträge, Diskussionen, Kaffe und Kuchen, Zeit für Gespräche und für unsere Ausstellung StadtLandGeld bieten viele Möglichkeiten, Neues zu erfahren, mit alten Freunden und neuen Bekannten Brandenburger Partnerkaffee zu genießen.
Habari ya Zanzibar 2010
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Zanzibar International Film Festival 2011 in Potsdam

20. und 21. Oktober 2011
im Filmmuseum Potsdam

In der dritten Ausgabe präsentiert das Filmmuseum in Zusammenarbeit mit der Initiative „Städtepartnerschaft Sansibar-Potsdam“ ausgewählte Preisträgerfilme des Zanzibar International Film Festivals (ZIFF), das in diesem Sommer vom 18. bis 16. Juni zum 14. Mal in Sansibar Stadt viele Tausende Gäste anziehen wird.

Wir werden zwei preisgekrönte Filme zeigen und einen Workshop für Schüler/innen anbieten.

Gast wird der Vorsitzendes des Vorstands des Festivals sein, Hassan Mitawi.
Im September informieren wir über die Filme, die gezeigt werden.

 
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Aktuelle Projekte

Begegnungen mit Sansibar
und ein Abstecher auf dem Festland


Haben die Kaffeebauern wirklich etwas vom fairen Handel? Wie sehen Projekte aus, die mit Solidaritätsgeldern unterstützt wurden? Antworten auf diese Fragen suchen wir gemeinsam mit Schülerinnen und einem Lehrer der Schülerfirma „EWAALA“ aus der Kleinmachnower Waldorfschule im Juli 2011 in Sansibar und in Mbinga, Tansania.
Die Schülerfirma „EWAALA“ verkauft seit 2005 fair gehandelte Produkte. Zum Angebot gehört auch der „Brandenburger Partnerkaffee“ aus Mbinga in Südtansania.
Im Rahmen dieser Begegnung werden wir in Sansibar Projekte der RAA Brandenburg besuchen, die auch mit Spenden aus dem Kaffeeverkauf unterstützt wurden. In Uzini treffen wir Jugendliche, die eine Schülerfirma aufbauen. Dann besuchen wir die Kaffeebauern in Mbinga, um den Weg des Kaffees von der Pflanze bis zur Tasse Kaffee nach zu verfolgen. Wir wollen untersuchen, was der Kaffeekonsum in Deutschland mit den Lebens- und Arbeitsbedingungen in Tansania zu tun hat und werden einige Tage bei der Kaffeeernte mitarbeiten.
Was wir in Mbinga erfahren, wollen wir weitergeben. Dazu überarbeiten wir einen interaktiven Kaffeeparcours, so dass dieses Bildungsmaterial von uns innerhalb der Schülerfirma oder im Unterricht eingesetzt werden kann. Dieser Parcours kann auch bei der RAA Brandenburg ausgeliehen werden, um interessierte Gruppen über den Kaffeeanbau, die Arbeits- und Lebensbedingungen von Kaffeebauern und den fairen Handel zu informieren.
Ziel unseres Projektes ist es, Erfahrungen in Tansania zu sammeln, selbst zu recherchieren, wie die Kaffeebauern leben, zu erfahren, wie sie arbeiten und anschließend als Multiplikatoren an der eigenen Schule und darüber hinaus über die Auswirkungen des fair gehandelten Kaffees zu referieren

Die aktuellsten Informationen zu diesem Projekt finden Sie hier


Weitere Laborausrüstungen

Am 2. April 2011 war es soweit, der Container wurde gepackt und auf die Reise geschickt. Der Inhalt unterstützt unsere Partner/-innen in Sansibar dabei, die naturwissenschaftlichen Fachräume besser auszustatten oder wie im Fall von Dimani erstmals einzurichten. Die erwartete Ankunft es Containers in Sansibar ist der 20. Mai.
Einige erinnern sich vielleicht an die erste Aktion 2008. Die Ausrüstungsgegenstände aus Calau werden in Sansibar gut genutzt. Lehrer/-innen und Schüler/-innen sind begeistert von den neuen Möglichkeiten, den Fachunterricht anschaulich zu gestalten. Die bessere Qualität des Unterrichts zeigt sich schon nach so kurzer Zeit auch in besseren Prüfungsergebnissen.
Unsere Partner/-innen baten uns, auch weitere Schulen bei der Ausstattung von Räumen für den naturwissenschaftlichen Unterricht zu unterstützen und den schon 2008 begünstigten Schulen ergänzende Materialien zur Verfügung zu stellen.

Als nach den Winterferien für Schüler/-innen und Lehrer/-innen aus Lachhammer und Schwarzheide der Unterricht im neuen Seecampus begann, gab es Lehr- und Lernmaterialien, die nicht mehr benötigt wurden. Diese verschifften wir nach Sansibar.
Bei  Viola Weihnert (RAA Cottbus) und Holger Emmerich (Gymnasium Senftenberg) liegt das Projekt in guten Händen, denn sie waren auch 2008 maßgeblich am Erfolg des Projektes beteiligt.
Im Juni werden diese Kolleg/-innen die Ausrüstungsgegenstände in Sansibar übergeben und sich mit den Partner/-innen darüber austauschen, wie die Qualität des naturwissenschaftlichen Unterrichts Schritt für Schritt weiter verbessert werden kann.
Ein besonderes Projekt unterstützen Ute Müller und die anderen Kolleg/-innen der RAA Neuruppin. Sie sammeln in der Region alte Veritas- Nähmaschinen für die Schülerfirma in Uzini, die mit einer Schneidere Jobmöglichkeiten für Schulabgängerinnen schaffen möchte und eine Chance Gelder für schulische Projekte zu erwirtschaften.


Schätze schützen

Bambi ist ein Dorf, wo sich in den letzten Jahren viel getan hat. Die Menschen um Faki Ali und Muya Sabouri wirken unermüdlich für die Entwicklung ihres Dorfes.
2010/ 2011 geht es darum, dass Schulgelände abzusichern, ein Tor einzubauen, eine Hintertür und 45 Fenster in die Klassenräume. Dabei brauchen sie unsere Unterstützung, um die Errungenschaften dieser Schule zu schützen.

Schon vor der Revolution von 1964 gab es in Bambi eine Schule, die in provisorischen Gebäuden untergebracht war. Die ersten beiden Klassenräume der heutigen Schule entstanden 1965 in der typischen Bauweise: Stein auf Zementstein mit einem Wellblechdach versehen, war der Klassenraum fertig. Die Kinder saßen auf dem Boden und lauschten dem Lehrer. Bänke und Schulbücher gab es nicht.

Seitdem ist viel passiert. Unter der Leitung des Dorfentwicklungskomitees wurden Eltern und Lehrer/-innen, Menschen aus dem Dorf aktiv, um die Bildung ihrer Kinder zu verbessern. Schritt für Schritt entstanden neue Klassenräume. Heute lernen in mehr als 1.000 Kinder 17 Räumen.

Unterrichtet werden sie von 46 Lehrerinnen und Lehrern, die in zwei Schichen insgesamt 32 Klassen unterrichten.

Auf dem Boden muss heute kein Kind mehr sitzen. Schulbücher sind in der Schulbibliothek ausreichend vorhanden. Seit 2002 gibt es sogar ein Computerkabinett mit vier inzwischen sehr alten Computern. Besonders stolz sind die Schüler/innen und Lehrer/-innen auf ihr Labor für Chemie und Physik, dass mit Unterstützung der RAA eingerichtet wurde. Sie sehen, wie viele Schätze in der Schule lagern und auch auf dem Dach, wo 2009 eine Solaranlage mit Unterstützung der RAA installiert werden konnte. Das zieht natürlich auch Diebe an. Eltern und Lehrer/-innen mit Direktor Muya Sabor an der Spitze möchten ihre Schätze schützen, damit die Kinder auch in Zukunft die technischen Ausrüstungen nutzen können.  

Über den Stand des Projektes können Sie sich auf der Spendenplattform
betterplace informieren. Sie können dort für dieses Projekt voten, Fürsprecher/-in werden oder Unterstützer/-in. Mehr Informationen

 
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Fotoausstellung: "Hinter Sonne, Stand und Meer"

Drei Schüler/innen, sechs Studierende, eine Lehrerin und die RAA Projektleiterin recherchierten gemeinsam mit Lehrer/innen  aus Sansibar, ob Menschen in Sansibar die Millenniumsziele kennen und ob sich in ihrem Alltag etwas verändert hat seit jenem September 2000.

Sie besuchten verschiedene Dörfer und lernten dort unterschiedliche Menschen kennen. Sie haben mit ihnen gesprochen, sie beobachtet, mit ihnen zusammen gearbeitet und für einige Tage ihren Alltag geteilt. Was sie während ihres Aufenthalts auf Sansibar erfahren haben, zeigen die Bilder der Fotoausstellung "Hinter Sonne, Strand und Meer".

Sie können diese Ausstellung ausleihen!

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Begegnungen mit Sansibar

Begegnungen zwischen BrandenburgerInnen und Sansibaris gehören seit 16 Jahren zum Programm der RAA Brandenburg. Jugendliche und MultiplikatorInnen können eigene Erfahrungen in einem Projekt in Sansibar sammeln oder indirekt Menschen von der ostafrikanischen Insel kennen lernen, wenn sie unsere Informationsveranstaltungen besuchen, einen Schulprojekttag mit uns gestalten oder unsere Bildungsmaterialien nutzen.

 Aktuelle Projekte

Das Besondere an dem Begegnungsprogramm sind die lange Vorbereitungszeit und der hohe partizipative Anspruch der Projekte, der Brandenburger Jugendliche und sansibarische Projekteilnehmer/innen gleichermaßen mit einbezieht.

 
Viele der TeilnehmerInnen haben Vorurteile. Sie haben altruistische Ambitionen und klischeehafte Afrikabilder, wenn sie sich bewerben. In der Vorbereitungszeit werden diese Motivationen und Bilder thematisiert. Einmal monatlich finden Seminare statt, die den Horizont erweitern: tansanische Literatur, Geschichte und Politik, Rassismus.
 
Wir beschäftigen uns mit Entwicklungszusammenarbeit und berücksichtigen dabei besonders die Perspektive der TansanierInnen. Die TeilnehmerInnen besuchen in Berlin eine Moschee und setzen sich mit dem Islam auseinander, sie erarbeiten sich das Thema Tourismus und entwickeln eigene Verhaltensregeln für ihre Reise. In einem Sprachkurs lernen die TeilnehmerInnen Kiswahili. Sie nehmen im Vorfeld Kontakt zu den tansanischen PartnerInnen auf und sind aktiv in die Öffentlichkeitsarbeit eingebunden. Durch die vielfältigen Eindrücke und Informationen werden Vorurteile relativiert und die Vorstellung, dass wir den Sansibaris so viel geben könnten, kehrt sich um zu einem: Was wir wohl noch alles lernen können!
 
Viele engagieren sich nach ihrer Rückkehr im Verein Twende pamoja – Freundeskreis Tansania e.V.. Auch in Sansibar gibt es den Verein Twende pamoja. In ihm organisieren sich all unsere Partnergruppen: Dorfentwicklungskomitees, Schulkomitees und Frauenkooperativen.
 
Vieles ist seit 1992 entstanden: 67 Klassenräume in acht Dörfern, zwei Kindergärten, drei Mehrzweckgebäude für Frauenkooperativen, fünf Schulbibliotheken wurden mit Regalen und Büchern ausgestattet, eine Tischlerlehrwerkstatt und eine Krankenstation wurden errichtet und ein Fischerboot gebaut. Drei Theaterstücke wurden gemeinsam entwickelt und auch bei uns in Brandenburg ist einiges passiert. Jedes Jahr entstehen neue Bildungsmaterialien zu einem bestimmten Thema, die wir hier an Schulen und zu jeder sich bietenden Gelegenheit einsetzen. Themen sind: Gewürze, Baumwolle, Altkleider, Kaffee, Islam, Geschichte und natürlich die Insel selbst mit ihren BewohnerInnen. In einer Unterrichtsmappe haben wir 32 biografische Geschichten von Sansibaris zusammengefasst, um ein differenziertes Bild über Sansibar zu vermitteln. An einer kleinen Insel kann man die Vielfalt sehr schön deutlich machen und damit einen Beitrag leisten, den weit verbreiteten Klischees und Vorurteilen etwas entgegen zu setzen.
 
In unseren Projekten, wie auch in den entstehenden Bildungsmaterialien versuchen wir, unsere Partner in Sansibar zu Wort kommen zu lassen, denn ihre Perspektive ist für uns zentral. Das gleichberechtigte Miteinander in einem gemeinsamen und vertrauensvollen Prozess ist unsere bedeutsamste Maxime in der Partnerschaft. Auf der Grundlage einer solchen Basis können wir gute und spannende Projekte realisieren. Diese Basis hatten wir jedoch auch nicht von Anfang an. Partnerschaft ist nicht der Anfang, sondern Teil und Ergebnis eines gemeinsamen Prozesses.
 
Omar Abdalla, Dorfentwicklungskomitee Bambi:
 
"Am Anfang stehen Ängste, weil man sich nicht kennt. Nicht alle Deutschen und Sansibaris sind gleich. Wenn die zweite Gruppe kommt, hat man schon einiges mitbekommen und kann entsprechend reagieren. Man weiß etwas über die Gäste und das hilft bei der Vorbereitung. Durch die regelmäßigen Besuche gehen auch die Ängste verloren. Am Anfang, wussten wir nicht recht, worüber man reden soll. Inzwischen ist klar: Wir sprechen über alles. Die Vorbildwirkung von uns Mitgliedern des Komitees, die sehr offen mit den Gästen umgehen, hilft den Dorfbewohnern, dieses auch zu tun und durch Beobachtung zu lernen, dass der Umgang ganz normal ablaufen kann."
 
Faki Ali, Dorfentwicklungskomitee Bambi:
 
"Über Gleichberechtigung zu sprechen heißt, dass niemand über dem anderen steht, wir arbeiten einfach zusammen. Wir trauten unseren Augen nicht, als wir sahen, wie unsere deutschen Freunde mit uns zusammen arbeiteten. Wir dachten, sie kommen hier her und schauen zu, wie wir arbeiten. Als wir den Kindergarten gebaut haben, konnten wir nicht glauben, dass einige Deutsche so hart arbeiten können. Sie haben große Steine raus geholt und transportiert. Wir haben zusammen gearbeitet, mit gleichen Rechten, ‚everybody was somebody’. Die Dorfbewohner haben das nicht erwartet. So wurden viele motiviert, sich auch zu beteiligen, als sie sahen, dass die Deutschen physisch arbeiten. Wir fühlen uns nicht dominiert, weil wir alle Projekte vorher besprechen. Wir haben über den Kindergarten gesprochen, über die Krankenstation. Ich denke, dass ist ein guter Weg, Projekte vorzubereiten. Jeder war vertraut mit dem Projekt. Nach der Diskussion sind wir als Leader des Komitees zu unseren Leuten gegangen und haben alles mit ihnen besprochen. Auch wenn es Dinge gab, die verändert werden mussten, dann haben wir mit unseren Kollegen und den Dorfbewohnern gesprochen. Nobody was on top of the other. This is the way I felt."
 
Dabei müssen wir uns natürlich immer der Tatsache bewusst sein, dass wir Partner mit ungleichen Voraussetzungen sind: Wir leben unter sehr unterschiedlichen ökonomischen Bedingungen. Unser Eurozentrismus prägt unsere Haltung. Es fällt uns schwer, Armut nicht ausschließlich ökonomisch zu definieren. Auch unsere Partner haben ihre Bilder und Vorurteile und erwarten materielle Unterstützung. Wir haben jedoch im Laufe der Jahre gelernt, mit diesen Unterschieden umzugehen. Wir erarbeiten die Maßstäbe gemeinsam, an denen wir Wissen, Informationen, Erfolg und Misserfolg messen. Da wir neben den praktischen Projekten auch immer in einen Austausch über inhaltliche Fragen treten, grenzen wir Themen und Projekte so ein, dass alle in der Vorbereitung eine vergleichbare Basis aufbauen können und schaffen Voraussetzungen für die inhaltliche Vorbereitung. Alle Projekte werden gemeinsam vorbereitet, Fragestellungen im Dialog entwickelt und das Projekt wird gemeinsam durchgeführt.
 
Wir bleiben in ständigem Austausch. Die neuen Kommunikationsmittel helfen uns dabei. Eine SMS oder Email ist schnell geschrieben, im Chatroom kann man sich mit mehreren unterhalten, als wäre man bei einem Treffen, auch zu telefonieren ist bezahlbar geworden.
 

 

Flyer (PDF, 517 KB)

 

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