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Fotoausstellung: "Hinter Sonne, Stand und Meer"

Drei Schüler/innen, sechs Studierende, eine Lehrerin und die RAA Projektleiterin recherchierten gemeinsam mit Lehrer/innen  aus Sansibar, ob Menschen in Sansibar die Millenniumsziele kennen und ob sich in ihrem Alltag etwas verändert hat seit jenem September 2000.

Sie besuchten verschiedene Dörfer und lernten dort unterschiedliche Menschen kennen. Sie haben mit ihnen gesprochen, sie beobachtet, mit ihnen zusammen gearbeitet und für einige Tage ihren Alltag geteilt.  Was sie während ihres Aufenthalts auf Sansibar erfahren haben, zeigen die  Bilder der Fotoausstellung "Hinter Sonne, Strand und Meer".

24. und 25 Juni 2009
BDEW-Kongress in Berlin, Hotel InterContinental

Mai – Juni 2009
Kulturhof in Lübbenau in der Güterbahnhofstraße 60


April 2009
Friedensgedächtniskirche in Lauchhammer - Ost

Januar – März 2009
Gesamtschule Geschwister Scholl Zossen

November – Dezember 2008
Humboldt-Gymnasium Potsdam

Oktober 2008
Landtag Potsdam

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Habari ya Zanzibar 2009 – Neuigkeiten aus Sansibar 2009

Samstag, 10. Oktober 2009 von 11 bis 16 Uhr
Humboldt-Gymnasium Potsdam, Heinrich-Mann-Allee 103

Was dabei herauskommt, wenn Twende – Twende trifft, können Sie am 10. Oktober erfahren. Ehemalige Teilnehmer/-innen der Jugendbegegnungen der RAA, die jetzt im Tansaniafreundeskreis Twende Pamoja e.V. aktiv sind und unsere sansibarischen Partner/-innen, die sich in einem gleichnamigen Verein zusammen geschlossen haben, werden sich im Juni/Juli treffen. Ziel ist es, die gemeinsame Arbeit der letzten Jahre auf den Prüfstand zu stellen, neue Projekt zu besprechen sowie Sponsorenideen zu entwickeln und auszuprobieren.

Berichte aus Uzini stehen ebenfalls auf dem Programm. Lehrerinnen und Schüler/-innen von der Gesamtschule Dabendorf werden ihre Partnerschule in Uzini besuchen. Gemeinsam lernen werden die Jugendlichen und dafür sorgen, dass das Lernen in renovierten Klassenräumen mehr Spaß macht. Was die Brandenburger in den Gasfamilien erleben, wie es sich anfühlt ohne fließendes Wasser und elektrischen Strom den Alltag zu meistern, können Sie im Rahmen der Veranstaltung ebenfalls erfahren.

Ein Überraschungsgast aus Sansibar antwortet gern auf Ihre Fragen.

Es erwartet alle ein sansibarisches Mittagessen, Partnerkaffee aus Tansania und viel Raum für Gespräche.

 

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Begegnungen mit Sansibar

Begegnungen zwischen BrandenburgerInnen und Sansibaris gehören seit 16 Jahren zum Programm der RAA Brandenburg. Jugendliche und MultiplikatorInnen können eigene Erfahrungen in einem Projekt in Sansibar sammeln oder indirekt Menschen von der ostafrikanischen Insel kennen lernen, wenn sie unsere Informationsveranstaltungen besuchen, einen Schulprojekttag mit uns gestalten oder unsere Bildungsmaterialien nutzen.

 Aktuelle Projekte

Das Besondere an dem Begegnungsprogramm sind die lange Vorbereitungszeit und der hohe partizipative Anspruch der Projekte, der Brandenburger Jugendliche und sansibarische Projekteilnehmer/innen gleichermaßen mit einbezieht.

 
Viele der TeilnehmerInnen haben Vorurteile. Sie haben altruistische Ambitionen und klischeehafte Afrikabilder, wenn sie sich bewerben. In der Vorbereitungszeit werden diese Motivationen und Bilder thematisiert. Einmal monatlich finden Seminare statt, die den Horizont erweitern: tansanische Literatur, Geschichte und Politik, Rassismus.
 
Wir beschäftigen uns mit Entwicklungszusammenarbeit und berücksichtigen dabei besonders die Perspektive der TansanierInnen. Die TeilnehmerInnen besuchen in Berlin eine Moschee und setzen sich mit dem Islam auseinander, sie erarbeiten sich das Thema Tourismus und entwickeln eigene Verhaltensregeln für ihre Reise. In einem Sprachkurs lernen die TeilnehmerInnen Kiswahili. Sie nehmen im Vorfeld Kontakt zu den tansanischen PartnerInnen auf und sind aktiv in die Öffentlichkeitsarbeit eingebunden. Durch die vielfältigen Eindrücke und Informationen werden Vorurteile relativiert und die Vorstellung, dass wir den Sansibaris so viel geben könnten, kehrt sich um zu einem: Was wir wohl noch alles lernen können!
 
Viele engagieren sich nach ihrer Rückkehr im Verein Twende pamoja – Freundeskreis Tansania e.V.. Auch in Sansibar gibt es den Verein Twende pamoja. In ihm organisieren sich all unsere Partnergruppen: Dorfentwicklungskomitees, Schulkomitees und Frauenkooperativen.
 
Vieles ist seit 1992 entstanden: 67 Klassenräume in acht Dörfern, zwei Kindergärten, drei Mehrzweckgebäude für Frauenkooperativen, fünf Schulbibliotheken wurden mit Regalen und Büchern ausgestattet, eine Tischlerlehrwerkstatt und eine Krankenstation wurden errichtet und ein Fischerboot gebaut. Drei Theaterstücke wurden gemeinsam entwickelt und auch bei uns in Brandenburg ist einiges passiert. Jedes Jahr entstehen neue Bildungsmaterialien zu einem bestimmten Thema, die wir hier an Schulen und zu jeder sich bietenden Gelegenheit einsetzen. Themen sind: Gewürze, Baumwolle, Altkleider, Kaffee, Islam, Geschichte und natürlich die Insel selbst mit ihren BewohnerInnen. In einer Unterrichtsmappe haben wir 32 biografische Geschichten von Sansibaris zusammengefasst, um ein differenziertes Bild über Sansibar zu vermitteln. An einer kleinen Insel kann man die Vielfalt sehr schön deutlich machen und damit einen Beitrag leisten, den weit verbreiteten Klischees und Vorurteilen etwas entgegen zu setzen.
 
In unseren Projekten, wie auch in den entstehenden Bildungsmaterialien versuchen wir, unsere Partner in Sansibar zu Wort kommen zu lassen, denn ihre Perspektive ist für uns zentral. Das gleichberechtigte Miteinander in einem gemeinsamen und vertrauensvollen Prozess ist unsere bedeutsamste Maxime in der Partnerschaft. Auf der Grundlage einer solchen Basis können wir gute und spannende Projekte realisieren. Diese Basis hatten wir jedoch auch nicht von Anfang an. Partnerschaft ist nicht der Anfang, sondern Teil und Ergebnis eines gemeinsamen Prozesses.
 
Omar Abdalla, Dorfentwicklungskomitee Bambi:
 
"Am Anfang stehen Ängste, weil man sich nicht kennt. Nicht alle Deutschen und Sansibaris sind gleich. Wenn die zweite Gruppe kommt, hat man schon einiges mitbekommen und kann entsprechend reagieren. Man weiß etwas über die Gäste und das hilft bei der Vorbereitung. Durch die regelmäßigen Besuche gehen auch die Ängste verloren. Am Anfang, wussten wir nicht recht, worüber man reden soll. Inzwischen ist klar: Wir sprechen über alles. Die Vorbildwirkung von uns Mitgliedern des Komitees, die sehr offen mit den Gästen umgehen, hilft den Dorfbewohnern, dieses auch zu tun und durch Beobachtung zu lernen, dass der Umgang ganz normal ablaufen kann."
 
Faki Ali, Dorfentwicklungskomitee Bambi:
 
"Über Gleichberechtigung zu sprechen heißt, dass niemand über dem anderen steht, wir arbeiten einfach zusammen. Wir trauten unseren Augen nicht, als wir sahen, wie unsere deutschen Freunde mit uns zusammen arbeiteten. Wir dachten, sie kommen hier her und schauen zu, wie wir arbeiten. Als wir den Kindergarten gebaut haben, konnten wir nicht glauben, dass einige Deutsche so hart arbeiten können. Sie haben große Steine raus geholt und transportiert. Wir haben zusammen gearbeitet, mit gleichen Rechten, ‚everybody was somebody’. Die Dorfbewohner haben das nicht erwartet. So wurden viele motiviert, sich auch zu beteiligen, als sie sahen, dass die Deutschen physisch arbeiten. Wir fühlen uns nicht dominiert, weil wir alle Projekte vorher besprechen. Wir haben über den Kindergarten gesprochen, über die Krankenstation. Ich denke, dass ist ein guter Weg, Projekte vorzubereiten. Jeder war vertraut mit dem Projekt. Nach der Diskussion sind wir als Leader des Komitees zu unseren Leuten gegangen und haben alles mit ihnen besprochen. Auch wenn es Dinge gab, die verändert werden mussten, dann haben wir mit unseren Kollegen und den Dorfbewohnern gesprochen. Nobody was on top of the other. This is the way I felt."
 
Dabei müssen wir uns natürlich immer der Tatsache bewusst sein, dass wir Partner mit ungleichen Voraussetzungen sind: Wir leben unter sehr unterschiedlichen ökonomischen Bedingungen. Unser Eurozentrismus prägt unsere Haltung. Es fällt uns schwer, Armut nicht ausschließlich ökonomisch zu definieren. Auch unsere Partner haben ihre Bilder und Vorurteile und erwarten materielle Unterstützung. Wir haben jedoch im Laufe der Jahre gelernt, mit diesen Unterschieden umzugehen. Wir erarbeiten die Maßstäbe gemeinsam, an denen wir Wissen, Informationen, Erfolg und Misserfolg messen. Da wir neben den praktischen Projekten auch immer in einen Austausch über inhaltliche Fragen treten, grenzen wir Themen und Projekte so ein, dass alle in der Vorbereitung eine vergleichbare Basis aufbauen können und schaffen Voraussetzungen für die inhaltliche Vorbereitung. Alle Projekte werden gemeinsam vorbereitet, Fragestellungen im Dialog entwickelt und das Projekt wird gemeinsam durchgeführt.
 
Wir bleiben in ständigem Austausch. Die neuen Kommunikationsmittel helfen uns dabei. Eine SMS oder Email ist schnell geschrieben, im Chatroom kann man sich mit mehreren unterhalten, als wäre man bei einem Treffen, auch zu telefonieren ist bezahlbar geworden.
 

 

Flyer (PDF, 517 KB)

 

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